5 Jahre pix and stripes

Ein Rückblick

„Ihr seid ein Start-Up?“ Eine Frage, die wir häufig gestellt bekommen. Unsere Antwort lautet meist nur: „Nein, pix and stripes gibt es schon seit vier Jahren, aber seit Juni 2018 geht’s erst so richtig rund.“

Zugegebenermaßen wir waren immer sehr bedeckt, was die Story von pix and stripes anging. Einerseits weil sie sich nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen lässt und andererseits, weil die Definition von pix and stripes nicht immer schon die von heute war.

Doch zurück an den Anfang…

Die pix and stripes GmbH wurde Ende 2014 von Marco und Julian gegründet. Marco sollte damals für einen guten Bekannten die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens übernehmen. Er holte sich Angebote von Agenturen ein. Die Erfahrung, die er in der Abstimmung mit den Agenturen machte, war ernüchternd. Er erhielt intransparente und unseriöse Angebote.

Seine logische Konsequenz daraus? Businessplan erstellen, selber machen! Als er Julian von seiner Idee eine eigene Marketing-Agentur zu gründen erzählte, wollte dieser sofort miteinsteigen. Die beiden kannten sich seit vielen Jahren und arbeiteten schon seit längerer Zeit zusammen.

pix and stripes sollte auf Kundenseite der Ansprechpartner in Sachen Corporate Design, Webdesign und Web-Entwicklung werden. Auf Agenturseite wollten Marco und Julian ein Netzwerk aus Freelancern errichten, die je nach Bedarf auf den jeweiligen Projekten arbeiten sollten. Was den beiden wichtig war? Die Kunden von Anfang an miteinzubeziehen und den Arbeitsfortschritt transparent und jederzeit zugänglich zu halten. Ein cloudbasiertes Arbeiten und die offene Kommunikation waren ihre Arbeitsweise. Das ist ein Teil des Fundaments, auf das pix and stripes auch heute noch baut. Dennoch war die Mainzer Agentur zunächst mehr Koordinator als Operator.

Um keine Fixkosten und somit kein finanzielles Risiko einzugehen, verzichteten Marco und Julian zunächst auf ein Büro, arbeiteten beide von zuhause aus und weiter für ihre Arbeitgeber.Als pix and stripes schwarze Zahlen schrieb und Julian sich nach sozialen Kontakten während des Arbeitstages sehnte, zog er ins Coworking M1 am Mainzer Hauptbahnhof. Ihm gefiel die Idee des Coworkings und insbesondere des M1, da es Nachhaltigkeit großschreibt. Julian schätzte darüber hinaus das Netzwerk und die sozialen Interaktionen eines facettenreichen Arbeitsumfelds und die Genossenschaft der Synthro, in die er sich auch bald aktiv als Mitglied einbrachte.

Die Resonanz auf das Konzept und die Arbeit von pix and stripes war sehr gut. Bald musste das Team erweitert werden. Julian und Marco entschieden sich für frischen Wind und drei Werkstudenten, einer davon war Johannes. Der Ansatz von Julian und Marco im Bereich des sozialen Marketings und ihr Interesse für Nachhaltigkeit begeisterte Johannes von Beginn an. Zu dritt feilten sie diesen Ansatz weiter aus.

Im Februar 2018 verlor das Team Julian auf tragische Weise bei einem Unfall. Es folgte nicht nur eine Phase tiefer Trauer, sondern auch eine Phase des Sinnfragens. Marco wusste nicht, ob er weitermachen sollte und ob er überhaupt weitermachen wollte. Auch wenn diese Zeit alles andere als leicht war, arbeiteten die drei Werkstudenten an den begonnenen Projekten weiter. Julians Aufgaben übernahmen sie und koordinierten sich überwiegend selbst. Marco nahm sich Zeit, um zu entscheiden, ob und wie es mit pix and stripes weitergehen sollte. Da er das Team seit jeher in Entscheidungen miteinbezog, setzte er sich mit den Werkstudenten schließlich zusammen. Und sie waren sich einig, dass es weitergehen sollte.

Ein Projekt- und Agenturmanager musste her. Eine Vollzeitkraft, die sich um die Agentur kümmert, die Projekte managet, den Überblick behält, für die Kunden erreichbar ist und die Werkstudenten koordiniert. Im Juni 2018 kam dann Lisa. Vollzeit war sie ab sofort für die Kunden und die Werkstudenten im Coworking M1 da. Und vom Konzept des sozialen bzw. nachhaltigen Marketings von der ersten Sekunde an vollends begeistert. Wir, Lisa und Johannes, der im Oktober 2018 nach Abschluss seines Studiums in Vollzeit bei pix and stripes einstieg, definierten das Konzept weiter und intensivierten die Kommunikation ihrer Philosophie nach außen. Der Fokus von pix and stripes liegt mittlerweile auf nachhaltigem Marketing. Die soziale Ader und der gute Wille, bzw. die Philosophie von Julian und Marco wird dabei weitergelebt.

Mittlerweile arbeiten wir in der NeuenGoldenRossKaserne, wo wir weiterhin den Charakter des Coworkings genießen und dennoch unseren eigenen Bereich zum Arbeiten haben. Marco ist nach wie vor Vollzeit für ein anderes Unternehmen tätig, d.h. dass er sowohl bzgl. Arbeitszeit als auch Arbeitsleistung vollstes Vertrauen in uns hat. Er bietet uns eine Plattform, eine Spielwiese, auf der wir uns austoben und Erfahrungen sammeln können, auf der wir den Freiraum erfahren, der uns so kreativ und motiviert sein lässt, wie wir es nie von uns erwartet hätten.

Wir pflegen einen ehrlichen, offenen und vor allem lockeren Umgang miteinander. Quatschen, lachen, verrückt sein gehört für uns zum Arbeitsalltag, zur Kreativität, zur Inspiration. Wir nehmen uns immer genug Zeit, um gemeinsam zu brainstormen, eine durchdachte Konzeption zu erstellen, einander nach Feedback zu fragen. Wir haben oft unterschiedliche Sichtweisen, die sich nach ein paar Diskussionen und einer Einigung am Ende, wunderbar ergänzen. Wir schätzen die Meinung des anderen und arbeiten eng zusammen.

Lass uns gemeinsam Neues schaffen.

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